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Der Kino-Moment: Sind Schafe dumm?

Das Kino war dunkel. Ronja sass neben mir. Auf der Leinwand lief der Film „Glennkill" — und schon bald kreiste nur noch eine Frage in meinem Kopf: Wie viel davon ist eigentlich echt? Hat das eine KI generiert?

Das Kino war dunkel. Ronja sass neben mir. Auf der Leinwand lief der Film „Glennkill". Die Geschichte ist wunderbar. Irische Schafe klären den Mord an ihrem Schäfer auf.

Draussen ein super heisser Tag und wir suchten eine gekühlte Möglichkeit als Indoor-Aktivität. Eigentlich wollte ich den Film nur geniessen, aber schon bald kreisten die Gedanken. Ich schaute auf die Bilder und dachte: Wie viel davon ist eigentlich echt? Hat das eine KI generiert?

Später sahen wir das Making-of zum Film. Über Künstliche Intelligenz wurde dort kaum gesprochen. Trotzdem blieb mein leiser Zweifel. Meine Wahrnehmung hat sich deutlich verändert. Immer häufiger frage ich nach dem "Echten". Dieser Gedanke führte mich zurück zu den Schafen. Sind Schafe eigentlich dumm?

Wenn man die KI fragt, sind sie klug und haben Gefühle. Wenn ich sie in der Realität sehe, erkenne ich oft nur den Herdentrieb. Eines rennt los, alle rennen blind hinterher. Ich zweifle an der KI-Antwort. Als Quelle eine SRF-Dokumentation über die Schwarmintelligenz einer Schafherde.

Manchmal glaube ich, wir Menschen machen das gerade ganz genauso. KI ist da und alle stürmen los. Wir sind wie eine riesige Herde. Ganz ehrlich: Manchmal renne mitten in dieser Herde mit. Oder ist das schwarmintelligent wie bei den Schafen? In Erinnerung das Buch von Prof. Dr. Gunter Dück - schwarmdumm.

Ich habe kürzlich zwei neue Webseiten gebaut: violetdragonfly.io und orangebutterfly.digital. Die KI war mein Werkzeug. Das ging wahnsinnig schnell und das Ergebnis ist erstaunlich gut. KI ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ok, ein Design-Profi wird noch einiges an Optimierungsmöglichkeiten sehen - Feedback nehme ich gerne entgegen.

Aber was macht das mit mir? Denke ich jetzt weniger selbst? Was bedeutet das für Web-Agenturen? Werden wir als Herde dumm? Oder ist die KI einfach unser neues, echtes Leben?

Ich suche nach Antworten. Vielleicht hilft mir das Buch „Echt" von Wolf Lotter. Was ist heute noch real? Wie erkennen wir Echtheit? Meine eigene Antwort finde ich vielleicht im Buch. Vielleicht finde ich sie draussen. Wenn der Kopf voll ist von Nullen, Einsen und digitalen Prompts, gehe ich in die Natur. Ich setze mich ans Wasser. Ich beobachte eine echte Libelle. Ich schaue einem echten Schmetterling hinterher. Ich ziehe die Raupen eines Schwalbenschwanzes auf. Das erdet mich sofort.

Die KI hilft mir, meine digitalen Ideen schnell zu bauen. Aber die echte Welt zeigt mir, was wirklich zählt. Wir dürfen die neuen Werkzeuge nutzen. Wir dürfen nur nicht vergessen, den Laptop auch mal zuzuklappen.

Häufige Fragen

Sind Schafe schwarmintelligent oder schwarmdumm?

Beides, je nach Situation. Der Herdentrieb bei Schafen ist ein Überlebensmechanismus, der in der freien Wildbahn funktioniert. Prof. Dr. Gunter Dück prägte den Begriff Schwarmdummheit für das menschliche Pendant: Wenn Gruppen kollektiv schlechter entscheiden als Einzelpersonen, weil Conformity und soziale Signale die individuelle Analyse ersetzen.

Wie erkenne ich, ob Filminhalte KI-generiert sind?

Ein sicheres Erkennungsmerkmal gibt es derzeit nicht. Typische Hinweise sind unnatürliche Texturen, zu gleichmässige Lichtführung, und Bewegungen, die mechanisch wirken. Das Making-of ist oft die verlässlichste Quelle. Die eigene Wahrnehmung schärft sich mit Übung, bleibt aber fehleranfällig.

Was bedeutet Echtheit im KI-Zeitalter für Unternehmen?

Echtheit bedeutet, dass Haltung, Stil und Aussagen konsistent mit dem übereinstimmen, was das Unternehmen tatsächlich tut und glaubt. KI kann Text und Bilder generieren, aber keine authentische Unternehmensidentität ersetzen. Was sich als echt anfühlt, entsteht aus echten Erfahrungen, echten Standpunkten und echten Menschen dahinter.

Kann ich KI als Werkzeug nutzen, ohne meine Eigenständigkeit zu verlieren?

Ja, wenn KI bewusst als Produktionswerkzeug eingesetzt wird und nicht als Denkersatz. Der Unterschied liegt im Startpunkt: Wer erst selbst denkt, eine Position entwickelt und dann KI zur Umsetzung nutzt, bleibt eigenständig. Wer KI als ersten Schritt nutzt, delegiert das Denken — und verliert schrittweise die Fähigkeit, KI-Output zu bewerten.

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